jeder, der mich kennt, weiß, da wo ich wohne bin ich nicht gern.
Ich liebe unsere Stadt, ich liebe unser Haus, aber ich HASSE unsere Umgebung und die Leute dort.
Seit Jahren hoffe ich auf einen Umzug, aber verschiedene Gründe sprechen dagegen. Und so habe ich mich arrangiert, so gut es eben geht.
Und dann kamen sie!!!!!!! Die neuen Nachbarn, zugezogen aus Süddeutschland, aus einer Kleinstadt und genau diesen Kleinstadtflair bringen sie mit.
(nicht falsch verstehen, ich hab nix gegen Süddeutschland und auch nichts gegen Kleinstädte)
Wir leben in einer Millionenstadt, hier reinigt die Stadtreinigung die Gehwege - nein, bei Familie X. wird der Weg vor der Tür geschrubbt, geputzt, gereinigt - wirklich, man findet dort kein Staubkorn. Bei der ersten Schneeflocke wird gefegt. Sobald sich das Tageslicht neigt wird das Haus hermetisch abgeriegelt, kein Lichtstrahl dringt durch die Rollos.
Ok, all das trägt zur allgemeinen Belustigung bei, sollen sie doch machen.
Aber was ich hasse, wirklich hasse, ist, dass sie mein kleines Kind versuchen einzuschüchtern. Da wird bei mir die Tigermutter geweckt und ich vergesse ein wenig meine bestimmt gute Erziehung.
Wir wohnen in Stadthäusern, quasi Wohnungen, die nicht übereinander, sondern nebeneinander sind. Das kapieren diese Menschen nicht, sie verstehen nicht, dass sie sich auf einem Grundstück befinden, das allen gehört - auch den Kindern.
Sie haben das Haus gekauft, von dem man auf den Spielplatz schaut, und jedesmal, wenn die Kinder dort spielen (auf dem Spielplatz!!!!), werden sie von dieser Zimtzicke verjagt. Sie sollen leise sein, sie sollen nicht rennen, sie sollen am besten nicht atmen.
Das nervt, nervt, nervt!!!!!!!!!!!!
Und es ist kaum zu glauben, die Dame ist........Lehrerin!!!! Gibt aber selber zu, Kinder liegen ihr nicht so und sie ist ja soooooooooo froh, dass sie keine hat.
Ja, liebe Frau, dann kauf dir ein freistehendes Haus in der Pampa mit vier Meter Mauer drumherum. Dann stören dich keine Kinder und du deine Umwelt nicht!
man merkt, ich bin prassig.
Jedenfalls habe ich etwas getan, was ich nie gedacht hätte, ich habe mein jüngstes Kind zu zivilem Ungehorsam aufgerufen. Normalerweise sollen meine Kinder Erwachsenen gegenüber Respekt zeigen, aber ich habe dem kleinen Pokémon gesagt, er darf Frau Zimtzicke ignorieren, nicht unhöflich sein, einfach nur ignorieren und wenn sie ihn wieder anspricht, auf mich verweisen.
Ohne meinen Anwalt sage ich nichts :-)
Die restlichen Nachbarn sehen das übrigens wie ich, und haben den Kindern angeboten, sie sollen bei einer Schimpftirade sofort zu ihnen kommen.
Interessant in diesem Zusammenhang, an meinen großen Sohn traut sich die Dame nicht ran, der kann sich ja schon wehren.
Wobei, der Kleine auch, nur war der bisher zu freundlich dazu :-)
Aber dann andererseits, gestern Abend lag ich dann beim kleinen Pokémon im Bett, wir unterhielten uns über die Ereignisse des Tags und kuschelten, seine kleine Hand hat in meinen Haaren rumgewuschelt. Ehrlich, plötzlich hatte ich echt Mitleid mit der Zicke. Sie weiß ja gar nicht, wie schön so was ist, kleine Kinderhände, wichtiger Gedankenaustausch zum Tagesende und das Großwerden eines Menschenkindes erleben. Sie weiß nicht, wie das Gefühl ist, am Ende eines hektischen Tages in die Kinderzimmer zu gehen und die Kinder eingekuschelt in ihren Decken liegen zu sehen. Sie weiß nicht, wie es ist, schlafenden Kindern einen Gute-Nacht-Kuss zu geben und als Antwort ein wohliges Grunzen zu bekommen.
All das wird sie nie erfahren - ist es da ein Wunder, dass sie zickig ist?
Also, nehmen wir sie, wie sie ist und staunen und wundern uns, wie verbissen ein Mensch eigentlich sein kann....
In diesem Zusammenhang noch ein kleines Zitat des kleinen Pokémons zum Rücktritt unseres Verteidigungsministers:
"Hat Guttenbergs Mutter eigentlich nicht mit ihm geschimpft, weil er gelogen hat?"
Erziehung ist halt alles...
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Dienstag, 1. März 2011
Montag, 10. Januar 2011
einmal Fleischwolf bitte...
...so fühle ich mich. Das kleine Pokémon hatte Schlafbesuch, nur, dass dieser Besuch von Schlaf nichts hielt. Um 3:40 hatte er die Vorstellung, er müsse eine Party mit dem kleinen Pokémon veranstalten und versuchte ihn zu wecken. Was natürlich nicht gelang. Was allerdings gelang, war mich zu wecken!
Zunächst dachte ich, das Kind sein von Heimweh geplagt (was eigentlich unlogisch ist, denn dieses Kind wohnt quasi bei uns), und so war ich sehr verständnisvoll, gab im was zu Trinken und einige Streicheleinheiten, wankte wieder ins Bett und....hörte das Kind wieder an meinem Kind rütteln und rufen.
Um es abzukürzen, der Spuk zog sich bis 5:20 hin, dann jedenfalls schaute ich letztmalig auf die Uhr und maulte das Besuchskind an, was sonst nicht meine Art ist.
Um 6:20 klingelte dann der Wecker und wer war nicht wachzubekommen?
ICH!!! Das Besuchskind hüpfte fröhlich aus dem Bett und versuchte sich wieder, diesmal erfolgreich, am kleinen Pokémon.
Ich sitze jetzt hier beim dritten Kaffee und so langsam fällt mir wieder ein, wie ich heiße, wo ich bin und dass ich jetzt ins Büro muss.
Die Waage war heute gnädig, nachdem sie gestern mit mir geschimpft hatte (ich wusste ja, dass es etwas zuviel am Tag davor war), heute sprach sie:
X8,6
damit bin ich wenigstens gut aus dem Wochenenden gekommen, was ja schon mal viel Wert ist.
Allerdings ist mein Kopf noch nicht so weit, dass er Vorschläge für ein heutiges Essen macht und im Moment fühlt sich mein Magen auch eher so an, als ob er die Idee nicht gut fände, sollte er gefüllt werden.
Eben wie eine durchgemachte Nacht, nur ohne den Spaß dazwischen...
Zunächst dachte ich, das Kind sein von Heimweh geplagt (was eigentlich unlogisch ist, denn dieses Kind wohnt quasi bei uns), und so war ich sehr verständnisvoll, gab im was zu Trinken und einige Streicheleinheiten, wankte wieder ins Bett und....hörte das Kind wieder an meinem Kind rütteln und rufen.
Um es abzukürzen, der Spuk zog sich bis 5:20 hin, dann jedenfalls schaute ich letztmalig auf die Uhr und maulte das Besuchskind an, was sonst nicht meine Art ist.
Um 6:20 klingelte dann der Wecker und wer war nicht wachzubekommen?
ICH!!! Das Besuchskind hüpfte fröhlich aus dem Bett und versuchte sich wieder, diesmal erfolgreich, am kleinen Pokémon.
Ich sitze jetzt hier beim dritten Kaffee und so langsam fällt mir wieder ein, wie ich heiße, wo ich bin und dass ich jetzt ins Büro muss.
Die Waage war heute gnädig, nachdem sie gestern mit mir geschimpft hatte (ich wusste ja, dass es etwas zuviel am Tag davor war), heute sprach sie:
X8,6
damit bin ich wenigstens gut aus dem Wochenenden gekommen, was ja schon mal viel Wert ist.
Allerdings ist mein Kopf noch nicht so weit, dass er Vorschläge für ein heutiges Essen macht und im Moment fühlt sich mein Magen auch eher so an, als ob er die Idee nicht gut fände, sollte er gefüllt werden.
Eben wie eine durchgemachte Nacht, nur ohne den Spaß dazwischen...
Dienstag, 4. Januar 2011
ein kleines müdes Pokémon
Hallo Deutschland,
kann mir vielleicht irgendwer - plausibel - erklären, warum die armen Schulkinder bereits um 8 Uhr in der Schule sein müssen? Völlig übermüdet und unter Missachtung des Biorythmus??
Klar, es gab einmal das industrielle Zeitalter, da fingen das Leben wohl generell früher an. Aber heutzutage leben wir mehrheitlich in einer Dienstleistungsgesellschaft, Läden haben bis 22 Uhr auf.
Kar gibt es Menschen, die früh anfangen, aber deswegen lässt man die Schule ja auch nicht um 5 Uhr anfangen...
Was ich damit sagen möchte? Ich habe heute bestimmt 12000 Kalorien damit verbraucht, die Kinder zu wecken. Wobei, der Herr Teenager wenigstens unter absingen schmutziger Lieder ins Bad geschlürft ist.
Unser kleiner Pokémon allerdings hat sich einfach geweigert aufzuwachen. Dieses Problem ist bekannt.
Es handelt sich hierbei um ein längerfristiges Problem: Das Kind ist müde, das Kind schläft ein...schön werden viele sagen. Allerdings schläft das Kind genau in der Sekunde ein, in der es müde ist - und zwar tief und fest. Da gibt es keine Möglichkeit mehr, das Kind wach zu bekommen.
Das kann dann schon mal mitten auf der Skipiste während des Skiunterrichts sein.
Es ist toll auf der Alm von einer völlig panischen Skilehrerin angepiepst zu werden, Kind umgefallen, Kind will schlafen, Kind lässt sich nicht wecken!
Vom Auto wollen wir mal gar nicht reden! Das war schön und süss, solange das kleine Pokémon klein genug war, es zu tragen. Aber Zeiten ändern sich, Gewichte ändern sich - Schlafgewohnheiten nicht!
Jedenfalls hat es heute Morgen eine halbe Stunde Kampfstreicheln, Füssekitzeln, Gutzureden und was noch alles gedauert, bis die erste Regung durchs Kind zuckte.
Der Tränenfluss, der durch unseren Stadtteil floss, den lass ich mal unerwähnt...
Nein, es ist nicht das Tauwetter, es ist ein müdes kleines Pokémon...
kann mir vielleicht irgendwer - plausibel - erklären, warum die armen Schulkinder bereits um 8 Uhr in der Schule sein müssen? Völlig übermüdet und unter Missachtung des Biorythmus??
Klar, es gab einmal das industrielle Zeitalter, da fingen das Leben wohl generell früher an. Aber heutzutage leben wir mehrheitlich in einer Dienstleistungsgesellschaft, Läden haben bis 22 Uhr auf.
Kar gibt es Menschen, die früh anfangen, aber deswegen lässt man die Schule ja auch nicht um 5 Uhr anfangen...
Was ich damit sagen möchte? Ich habe heute bestimmt 12000 Kalorien damit verbraucht, die Kinder zu wecken. Wobei, der Herr Teenager wenigstens unter absingen schmutziger Lieder ins Bad geschlürft ist.
Unser kleiner Pokémon allerdings hat sich einfach geweigert aufzuwachen. Dieses Problem ist bekannt.
Es handelt sich hierbei um ein längerfristiges Problem: Das Kind ist müde, das Kind schläft ein...schön werden viele sagen. Allerdings schläft das Kind genau in der Sekunde ein, in der es müde ist - und zwar tief und fest. Da gibt es keine Möglichkeit mehr, das Kind wach zu bekommen.
Das kann dann schon mal mitten auf der Skipiste während des Skiunterrichts sein.
Es ist toll auf der Alm von einer völlig panischen Skilehrerin angepiepst zu werden, Kind umgefallen, Kind will schlafen, Kind lässt sich nicht wecken!
Vom Auto wollen wir mal gar nicht reden! Das war schön und süss, solange das kleine Pokémon klein genug war, es zu tragen. Aber Zeiten ändern sich, Gewichte ändern sich - Schlafgewohnheiten nicht!
Jedenfalls hat es heute Morgen eine halbe Stunde Kampfstreicheln, Füssekitzeln, Gutzureden und was noch alles gedauert, bis die erste Regung durchs Kind zuckte.
Der Tränenfluss, der durch unseren Stadtteil floss, den lass ich mal unerwähnt...
Nein, es ist nicht das Tauwetter, es ist ein müdes kleines Pokémon...
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